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People 4 Earth und die Universität Leiden erhalten Fördermittel für Initiative für nachhaltige Landwirtschaft

Von Caoilinn O'kelly
31. März 2026

Wichtigste Erkenntnisse
Die Umsetzung der EUDR wurde auf den 30. Dezember 2025 verschoben, wodurch Unternehmen mehr Zeit erhalten, sich auf die strengen Rückverfolgbarkeits- und Compliance-Anforderungen vorzubereiten.
Im Mittelpunkt der Compliance-Maßnahmen steht eine Sorgfaltsprüfungserklärung, die für jedes Produkt die Herkunft der Rohstoffe, die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und den Status der Entwaldungsfreiheit bestätigen muss.
Betreiber und Händler müssen im Rahmen der Sorgfaltspflichten gemäß EUDR die mit den Herkunftsregionen verbundenen Umwelt- und Sozialrisiken erfassen, bewerten und mindern.
Die erforderlichen Unterlagen – von Genehmigungen über Prüfberichte bis hin zu Nachweisen zur sozialen Verantwortung – müssen zur Einhaltung der Vorschriften im EU-Entwaldungsregister hochgeladen werden.
People 4 Earth und die Universität Leiden erhalten Fördermittel für Initiative für nachhaltige Landwirtschaft
Die Stiftung People 4 Earth hat vom Programm Kansen voor West III - REACT EU (Chancen für West III - REACT EU) einen Zuschuss in Höhe von 691.000 € erhalten, um gemeinsam mit der Universität Leiden, Agriplace, Nedato, ZLTO, GreenYard und Nature's Pride die landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten des Freilandanbaus nachhaltiger zu gestalten.
Steigende Anforderungen seitens des Marktes sowie der Regierung und der EU
Das rasante Wachstum der Nachhaltigkeitsanforderungen und -standards seitens Supermärkten, Handelsunternehmen und der Gesetzgebung in Europa hat den Verwaltungsaufwand für Erzeuger und Abnehmer erheblich erhöht. Dieses neue Projekt zielt darauf ab, den Verwaltungsaufwand für Erzeuger und andere Partner entlang der Lieferkette zu reduzieren, indem die Compliance-Prozesse weiter digitalisiert und der Austausch von Nachhaltigkeitsinformationen zwischen allen Beteiligten entlang der Kette deutlich vereinfacht werden.
Projektplan zur Schaffung nachhaltiger landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten im Freilandanbau.
Die niederländische Landwirtschaft muss in den kommenden Jahren einen grundlegenden Wandel hin zu einem nachhaltigen und widerstandsfähigen Sektor vollziehen, der auf einem guten Ertragsmodell für die Erzeuger und andere Akteure der Lieferkette basiert.
Die People 4 Earth Foundation (P4E) und die Universität Leiden bündeln ihre Kräfte und arbeiten gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft an diesem Projektplan, um den Sektor nachhaltiger zu gestalten. Wir erleichtern Erzeugern und Abnehmern unter anderem die Arbeit, indem wir den Verwaltungsaufwand reduzieren und die Transparenz im Bereich Nachhaltigkeit erhöhen. Dies erreichen wir durch die Vermeidung von Doppelarbeit bei der Erfassung von Nachhaltigkeitsdaten und durch ein besseres Verständnis der Nachhaltigkeitsziele und -verbesserungen.
Dieses Projekt beginnt mit einer vollständigen Bestandsaufnahme der laufenden Projekte im Hinblick auf KPIs für Nachhaltigkeit im Allgemeinen und anschließend speziell auf KPIs im Bereich des Freilandanbaus. Wir werden dabei auf bestehende Kooperationen mit dem Louis Bolk Institut, Boerenverstand, der Universität Wageningen (WUR) und dem WWF zurückgreifen.
Um die Ergebnisse dieses Projekts für den Sektor nutzbar zu machen, werden innerhalb der bestehenden Agriplace-Compliance-Plattform zwei Softwaremodule – Green Chain und Green Farm – entwickelt. So kann beispielsweise ein Landwirt, der die Anforderungen mehrerer Standards erfüllen muss, mit dem neuen Modul Audits für verschiedene Standards gleichzeitig vorbereiten und Daten wiederverwenden. Das Projekt läuft von 2023 bis 2025.
Gesamtinvestition von 1,7 Millionen Euro.
Die Gesamtinvestition in dieses Projekt beläuft sich auf über 1,7 Millionen Euro und wird durch einen Zuschuss von 691.000 Euro sowie eine Investition der Agriplace BV in Höhe von 1.048.000 Euro ermöglicht. Der Zuschuss stammt aus dem Programm „Kansen voor West III – REACT EU“ (Chancen für West III – REACT EU) und wird über das Förderzentrum der Provinz Nordholland bereitgestellt. Das Programm wird hauptsächlich aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.
Teilnehmende Partner
Der Erfolg unseres Projekts wird durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern aus der Agrarwirtschaft und Forschungseinrichtungen ermöglicht. Zu unseren wichtigsten Partnern gehören:
People 4 Earth Foundation: Initiator des Projekts mit dem Ziel, nachhaltige Entwicklungen in der Lebensmittelproduktionskette zu erleichtern und zu beschleunigen.
Universität Leiden: Führender Partner in Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Umweltwissenschaften und des nachhaltigen Umweltmanagements.
Agriplace BV: Innovativer Entwickler der Agriplace-Plattform, die Compliance-Management und Kommunikation in landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten ermöglicht.
Greenyard: Eines der größten Handels- und Verarbeitungsunternehmen für Obst und Gemüse mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit.
Nature's Pride: Führendes Handelsunternehmen für frisches Obst und Gemüse mit einem starken Engagement für nachhaltigen Einkauf.
ZLTO: Vereinigung von mehr als 13.000 Anbauern und Gartenbaubetrieben, die sich aktiv für nachhaltigere Agrarketten einsetzen.
Nedato: Eine Erzeugergenossenschaft mit Fokus auf Qualitätskartoffeln und einem starken Engagement für Nachhaltigkeit.
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